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Welzheim mit längerem Atem zum Sieg

War man im letzten Spiel der Hinrunde auswärts gegen die HSG noch deutlich souveräner aufgetreten, machte sich im direkten Rückspiel am vergangenen Samstag das Fehlen des Welzheimer Abwehrchefs Bastian Schüler und der Einsatz der gegnerischen Nummer 10 Piotr Sielecki, mit 11 Toren erfolgreichster Werfer der Gäste, deutlich bemerkbar.

Zu Beginn wurde direkt klar, die Gäste hatten sich besser auf den Welzheimer Angriff eingestellt und machten hinten mit einer agilen 6-0 Abwehr die Schotten dicht. Welzheim kam aus dem Spiel heraus nur schwer zu verwertbaren Torchancen, konnte sich aber dank eines schnellen Umschaltspiels mit einfachen Toren an die Gäste heften und nach einem zwischenzeitlichen Ausgleich in der 18. Minute zum 8:8 mit einem 11:14 in die Pause gehen.

Aus der Kabine kamen die Mannen um Trainer Thomas Mühlhäuser mit mehr Spritzigkeit und der nötigen Konsequenz in der Abwehr. Die Gäste taten sich zunehmend schwer, auch die gegnerische Nummer 10 konnte keinen Treffer mehr landen, was vor allem den Tentakelhänden Titian Bauers geschuldet war.
Durch die Balleroberungen in der Abwehr und die nunmehr zahlreicher werdenden Paraden des Welzheimer Torwächters konnten die Hausherren einfache Gegentore erzielen. Besonders die Konstellation Schmid auf Benedikt Bauer war im letzten Spielabschnitt sehr ertragreich, so erschien es einem als wollten die beiden mit sehenswerten, weiten Pässen ein Bewerbungsvideo für den amerikanischen Superbowl einreichen.

Gegen Ende der Partie schwanden die Kräfte der Gäste, wodurch sich in der Abwehr Lücken für die noch frischen Offensivspezialisten auftaten. So spielten die TSF ihren Stiefel herunter und ließen die HSG Gablenberg-Gaisburg mit dem 29:23 Endstand im Gepäck die Heimreise durch den verschneiten Welzheimer Wald antreten.

Im nächsten Spiel wird sich auswärts gegen die HSG Oberer Neckar zeigen, wie konstant die TSF die positive Bilanz der bisherigen Saison fortführen kann. Die HSG steht mit 7:17 im unteren Tabellenviertel, zeigte aber zuletzt durch ein Unentschieden beim EK/SV Winnenden, dass auch am Neckar noch nicht aller Tage Abend ist.

TSF Welzheim: Schmid, Wagner; Veit, Finke(4), T. Bauer(1), Sakulidis (2), Weiszhar, Joos, B. Bauer(4), Nothdurft (6), Wendel (8/5), Munz (2), Iakobidis (2)

HSG Ga-Ga: Jozic; Pfrommer, Seitz, Banzhaf (1), Baumann, Kolb (3), Kouhestani (4/2), Eger, Sielecki (11/4), Smudzinski, Schraivogel (2), Rennhack (1)